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Zuffenhausen
Neben Zuffenhausen gehören die Statteile Neuwirtshaus, Rot und Zazenhausen zu dem Stadtbezirk. Er umfasst eine Fläche von 1.196,3 Hektar.
Zuffenhausen kann auf eine lange Geschichte bis in die Steinzeit zurückblicken. Seit der Römerzeit lag der Ort an wichtigen Verbindungsstraßen. Die älteste noch erhaltene Urkunde stammt von Papst Innozenz III. mit dem Datum 18. Mai 1204. Darin bestätigte er die Besitztümer des Klosters Bebenhausen.
Nach der Oberamtsbeschreibung von 1859 waren Feldanbau, Obstbau und Rinderzucht sowie Weinbau die tragenden Pfeiler des wirtschaftlichen Lebens. Mit dem Bau der Eisenbahnlinie zwischen Stuttgart und Ludwigsburg im Jahre 1846 wurde Zuffenhausen Bahnstation. Dies war der Beginn der Industrialisierung. Denn die verkehrsgünstige Lage führte zu einem starken Anstieg der Bevölkerung. Ein denkwürdiger Tag war der 23. April 1907: Von König Wilhelm II. von Württemberg wurde Zuffenhausen zur Stadt erhoben.
Der Erste Weltkrieg und seine Folgen führten zu einem Rückschlag in der Entwicklung von Zuffenhausen. Die finanziellen Belastungen in den 1920er Jahren machte die Suche nach einem starken Partner notwendig. In einer Volksabstimmung sprachen sich die Bürger mit großer Mehrheit für eine Eingemeindung nach Stuttgart aus. Am 1. April 1931 wurde die Eingemeindung vollzogen.
In der Zeit bis zum Zweiten Weltkrieg wuchs Zuffenhausen stetig. Der Bau der Neuwirtshaussiedlung fällt in diese Zeit.
Die stürmische Nachkriegsentwicklung begann um 1949 mit der Aufsiedlung des Stadtteils Rot. Die dortigen Hochhäuser Romeo und Julia von Hans Scharoun waren richtungsweisend für die Nachkriegsarchitektur. Dazu kamen später die Erstellung mehrerer Schulanlagen, der Bau des Stadtbades und von Sportanlagen auf der Schlotwiese sowie in Rot und Zazenhausen.
Heute ist Zuffenhausen ein Industriestandort, in dem 35.500 Menschen leben. Namhafte Firmen, allen voran die Porsche AG, haben hier ihre Werke.
Zuffenhausen und die Porsche AG verbindet eine lange gemeinsame Geschichte. Die berühmte Sportwagen-Schmiede hat mit dem Porsche-Museum ein spektakuläres Bauwerk entstehen lassen, das Autofans aus aller Welt anzieht.
Informationen zum diesem Stuttgarter Bezirk bzw. 0711-aktuell Stadtteil
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| Charisius-Weiß Veronika, Ruhrstr. 60, Stuttgart, | 0711-52 39 95 |
| Czerny Michael Dr. med., Mörikestr. 58, Stuttgart, | 0711-6 40 24 23 |
| Daudert Matthias Dr. med. Dipl.-Psych., Volker-Böhringer-Weg 28, Esslingen, | 0711-37 80 00 |
| EL Souessi K. Dr.med., Filderstr. 50/1, Leinfelden-Echterdingen, | 0711-7 45 76 11 |
| Etzersdorfer P. Dr. med., Silberpappelweg 10, Stuttgart, | 0711-51 87 80 71 |
| Focke I. Dr.med. Praxis, Alexanderstr. 98, Stuttgart, | 0711-24 18 33 |
| Frost Eva Dr., Altenbergstr. 31, Stuttgart, | 0711-24 44 42 |
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| Hammann Friedrich Dr.med., Innere Brücke 9, Esslingen, | 0711-3 50 86 11 |
| Hauser Sibylle Dr.med., Hegensberger Str. 28, Esslingen, | 0711-3 16 15 55 |
| Heim Cornelia Dr., Alexanderstr. 104, Stuttgart, | 0711-5 53 27 70 |
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| Höring Christa-Maria Dr., Schloßstr. 100, Stuttgart, | 0711-6 15 15 31 |
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| Koch Ralph P., Rudolf-Gehring-Platz 2, Stuttgart, | 0711-8 17 89 43 |
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| Lachenmann Jörg Michael, Rosenbergstr. 38, Stuttgart, | 0711-9 91 29 02 |
| Look Martina Dr. med., Hohenzollernstr. 26, Stuttgart, | 0711-6 48 52-27 |
| Methfessel Johannes Dr.med. u. Maria Teresa Dr.med., Reinsburgstr. 220, Stuttgart, | 0711-6 57 35 65 |
| Müller Ortrun Dr. med., Immenhofer Str. 92, Stuttgart, | 0711-6 49 28 19 |
| Paris-Christahl Urte Dr.med., Hölderlinweg 95, Esslingen, | 0711-37 96 90 |
| Pavlovic Michael, Danneckerstr. 12, Stuttgart, | 0711-2 36 71 13 |
| Pfeifer-Gühring Gesine Dr.med., Nansenweg 3, Stuttgart, | 0711-80 87 42 |
| Pohl Ingrid Dr.med., Schmellbachstr. 1, Stuttgart, | 0711-74 49 89 |
| Preissing Uta Dr. med., Botnanger Str. 25, Stuttgart, | 0711-6 20 15 63 |
| Retz Matthias Dr.med., Marienstr. 9, Stuttgart, | 0711-60 87 53 |
| Roller Friedrich Dr.med., Gaisburgstr. 29, Stuttgart, | 0711-23 29 55 |
| Rothe-Kirchberger Ingrid, Leinenweberstr. 59/C, Stuttgart, | 0711-7 19 97 77 |
| Ruf Inge Dr.med., Hirschsprung 38, Stuttgart, | 0711-74 88 82 |
| Runkel Sylvia, Leierwiesen 17, Stuttgart, | 0711-6 07 91 35 |
| Schmidt Gerhard Dr.med., Robert-Mayer-Str. 3, Stuttgart, | 0711-2 56 87 27 |
| Schmückle Wolfgang Dr.med., Klopstockstr. 1, Stuttgart, | 0711-2 22 05 00 |
| Schrauth Norbert, Alexanderstr. 105, Stuttgart, | 0711-24 39 46 |
| Steffens W., Landhausstr. 12, Stuttgart, | 0711-29 71 11 |
| Strege Wilfried, Alexanderstr. 104, Stuttgart, | 0711-6 07 03 14 |
| Voigtländer Jörg-Michael Dr.med., Plieninger Str. 5, Stuttgart, | 0711-71 75 67 |
| Wiedemann Petra-Ilona Dr. med., Marienstr. 39-41, Stuttgart, | 0711-2 63 71 53 |
| Wollenweber Anita Dr.med., Gustav-Mahler-Str. 25B, Stuttgart, | 0711-69 02 05 |
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Ältester und größter Stuttgarter Stadtteil ist das seit 1905 zu Stuttgart gehörende Cannstatt. Mit dem Kastell Stuttgart-Bad Cannstatt ist er seit Ende des 1. Jahrhunderts n. Chr. Standort eines wichtigen Römerkastells am Neckar und Knotenpunkt bedeutender Straßen. Mit dem Einfall der Alamannen um 260 n. Chr. endete die römische Präsenz. Es existieren keine Überlieferungen über Cannstatt aus der Völkerwanderungszeit, es erscheint aber plausibel, dass an dem günstig gelegenen Platz kontinuierlich eine städtische Siedlung bestand. Dafür spricht u. a. die sehr frühe urkundliche Erwähnung in einer Schenkungsurkunde an das Kloster St. Gallen aus dem Jahre 700 n. Chr.
Stuttgart selbst wurde vermutlich während der Ungarneinfälle (vergleiche Schlacht auf dem Lechfeld bei Augsburg) zwischen 926 und 948 im Nesenbachtal als Pferdegestüt (oder „Stuotengarten“, modern Stuttgart) gegründet. Gemeinhin wird die Gründung Herzog Liudolf von Schwaben zugeschrieben, was eher für einen Zeitraum nach 945 spricht. Der von ihm gewählte Standort war auf Grund der natürlichen Gegebenheiten des nach drei Seiten abgeschlossenen Talkessels für die Pferdezucht ideal.
Neue archäologische Grabungen im Bereich der Stiftskirche sowie des Alten Schlosses zeigen jedoch, dass es sich nicht um eine Gründung auf der grünen Wiese handelte: Mindestens seit der späten Merowingerzeit bestand hier eine bäuerliche Siedlung. Eine Bestattung unter der Stiftskirche ergänzt die spärlichen Informationen über frühere Funde merowingerzeitlicher Gräber im Stadtgebiet. Aus der Karolingerzeit sind Reste mehrerer Grubenhäuser nachgewiesen.
Die Siedlung nahe dem Gestüt befand sich einige Zeit im Besitz der Markgrafen von Baden, wie auch die ebenfalls später württembergischen Städte Backnang und Besigheim. Mithin war Markgräfin Irmengard von Baden, die Gründerin des heute noch bestehenden Klosters Lichtenthal in Baden-Baden, die Eignerin im Stuttgarter Nesenbachtal.
Die Markgrafen von Baden waren westliche Konkurrenten der Württemberger Grafen und späteren Herzöge. Hermann V. von Baden erhob den Ort 1219 zur Stadt. Danach erwarben die Württemberger die Stadt über eine dynastische Heirat und bauten sie im 14. Jahrhundert zum Zentrum des württembergischen Territorialstaats aus. Bis 1918 war Stuttgart Haupt- und Residenzstadt Württembergs: Bis 1496 der Grafschaft Württemberg, danach des Herzogtums, ab 1803 des Kurfürstentums, ab 1806 des Königreichs Württemberg und nach 1918 des Freistaates Württemberg.
Ende Mai 1849 nach der Ablehnung der Reichsdeputation durch den preußischen König Friedrich Wilhelm IV. übersiedelte die Frankfurter Nationalversammlung auf Einladung des württembergischen Justizministers Friedrich Römer nach Stuttgart. Das so genannte Rumpfparlament tagte allerdings nur bis zum 18. Juni, als es gewaltsam aufgelöst wurde.
Am 22. Oktober 1845 fuhr die erste württembergische Eisenbahn von der Oberamtsstadt Cannstatt nach Untertürkheim, ab 15. Oktober 1846 auch durch den Rosensteintunnel bis nach Stuttgart (Alter Centralbahnhof beim Schlossplatz).
Zu Beginn der NS-Diktatur übernahm die Gestapo das Nobelhotel „Silber“ in der Dorotheenstraße, in dem politische Gegner des Regimes inhaftiert und gefoltert wurden. „Das Silber“ wurde auch für zahlreiche Prominente Durchgangslager in KZ bzw. zur Ermordung, z. B. für Eugen Bolz, Kurt Schumacher oder Lilo Herrmann. Der letzteren errichtete 1988 eine Studenten- und Bürgergruppe zwischen den Kollegiengebäuden in der Keplerstraße einen Gedenkstein. Das NS-Gewaltregime benutzte weiterhin das Landgericht in der Archivstraße 12A als zentrale Hinrichtungsstätte im südwestdeutschen Raum, in dem mindestens 419 Menschen das Leben genommen wurde. Daran erinnert ein Mahnmal im Lichthof.[5]
Beim Novemberpogrom 1938 wurden die Synagoge von SA-Männern niedergebrannt und die Friedhofskapelle der Jüdischen Gemeinde zerstört. Seit dem Jahre 1947 erinnert auf dem israelitischen Teil des Pragfriedhofs an der Friedhofstraße 44 ein Mahnmal von dem Bildhauer K. Löffler an die 2.498 in der Shoa umgekommenen Juden Württembergs.[6]
An die Deportation der Stuttgarter Juden nach 1939 erinnert das Mahnmal am Nordbahnhof. Bis zum Verbot der (aufgenötigten) Auswanderung am 1. Oktober 1941 konnten nur rund 60 Prozent der deutschen Juden fliehen. Die dann noch in Württemberg lebenden Juden wurden während des Krieges gezwungen, in so genannte Judenwohnungen umzuziehen, dann wurden sie von den Nationalsozialisten auf dem Messegelände Killesberg „konzentriert“. Am 1. Dezember 1941 fuhr der erste Transportzug nach Riga, wo sie ermordet wurden. Bis in die letzten Kriegswochen folgten weitere Züge mit rund 2.500 Juden aus der Region. Lediglich einhundertachtzig dieser württembergischen KZ-Häftlinge überlebten.
Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges wurde Stuttgart bei anglo-amerikanischen Luftangriffen in weiten Teilen zerstört. Der schwerste Angriff erfolgte am 12. September 1944 durch die britische Royal Air Force auf die Stuttgarter Altstadt. Dabei wurden 75 schwere Luftminen, 4.300 Sprengbomben und 180.000 Brandbomben abgeworfen. Dem anschließend entstehenden Feuersturm fielen mehr als 1.000 Menschen zum Opfer. Insgesamt wurde Stuttgart 53 Mal angegriffen. Dabei wurden 68 % aller Wohngebäude und 75 % der industriellen Anlagen zerstört. Insgesamt wurden in Stuttgart 4.477 Menschen getötet und 8.908 Menschen verletzt.[7] Am 22. April 1945 wurde Stuttgart von französischen und amerikanischen Truppen besetzt.
Nach dem Krieg wurde insbesondere auf Betreiben des neuen Oberbürgermeisters Arnulf Klett beim Wiederaufbau auf historische Konstruktionen, vor allem am ehemals historischen Stuttgarter Marktplatz, weitgehend verzichtet. Große Teile der Ruinen der Stadt kamen daher auf den Trümmerberg Birkenkopf. Die Idee war, eine autogerechte Metropole für das 20. Jahrhundert zu schaffen. So wurden auch ganze Straßenzüge und Plätze, die überhaupt nicht oder sehr gering beschädigt waren, abgerissen. Im 150. Todesjahr von Friedrich Schiller wurden 1955 die letzten Reste seiner alma mater, der Hohen Karlsschule in der Nähe des Neuen Schlosses, abgetragen, um für die Verbreiterung der Bundesstraße Platz zu schaffen (Adenauerstraße).
Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges 1945 gehörte Stuttgart zur amerikanischen Besatzungszone. Die Militärverwaltung richtete in Stuttgart DP-Lager ein zur Unterbringung so genannter Displaced Persons (DP). Die meisten von ihnen waren ehemalige Zwangsarbeiter aus Mittel- und Osteuropa in den Industriebetrieben der Region. Das DP-Lager Stuttgart-West beherbergte ausschließlich mehr als 1.400 jüdische Überlebende der nationalsozialistischen Judenverfolgung. Das Lager wurde 1949 geschlossen, die verbliebenen DPs wurden in ein DP-Lager in Heidenheim an der Brenz verlegt.
1946 wurde Stuttgart zur Hauptstadt des Landes Württemberg-Baden erklärt, das am 25. April 1952 mit dem Land Baden und dem Land Württemberg-Hohenzollern vereinigt wurde. Seither ist Stuttgart die Hauptstadt des Bundeslandes Baden-Württemberg. Die Bewerbung der Stadt im Jahre 1948 als neue Hauptstadt der noch zu gründenden Bundesrepublik scheiterte in erste Linie an den finanziellen hohen Belastungen (eine Million DM jährlich für Mieten). Neben Stuttgart hatten sich auch die Städte Frankfurt am Main, Kassel und Bonn beworben; eine Kommission des Parlamentarischen Rates hatte zuvor alle Städte auf ihre Eignung geprüft.[8]
Am 1. Oktober 1978 beginnt die S-Bahn in Stuttgart auf drei Strecken mit dem planmäßigen Betrieb. 1979 wurden 178 Millionen Fahrgäste befördert. Die Zahl stieg bis 2002 auf etwa 300 Millionen an. (Siehe hierzu auch Verkehr)
1993 war Stuttgart Gastgeber der Internationalen Gartenbauausstellung und 2006 einer der Austragungsorte der Fußballweltmeisterschaft.
2008 erhält die Stadt beim Bundeswettbewerb Unsere Stadt blüht auf eine Goldmedaille.
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