Stuttgart Untertürkheim

Das im Jahr 1200 erstmals urkundlich erwähnte Untertürkheim lebte Jahrhunderte lang vom Weinanbau und von der Neckarflößerei. Man geht davon aus, dass die Anfänge von "Türkheim" auf die Ansiedlung einer alemannischen Sippe im 4. Jahrhundert zurückgehen. Nach einem Häuptling dieser Sippe bekam der Ort den Namen "Duringoheim", woraus später "Türkheim" wurde. Der Fortschritt kam mit Beginn des 19. Jahrhunderts, nachdem 1845 die erste Eisenbahnstrecke des Landes zwischen Untertürkheim und Cannstatt eröffnet wurde. 1903 errichtete Gottlieb Daimler nach dem Brand seiner Cannstatter Werkstatt eine Automobilfabrik am Untertürkheimer Neckarufer. Dies trug wesentlich dazu bei, dass sich Untertürkheim in der Folgezeit zu einem der führenden Industriestandorte Baden-Württembergs entwickelte. Am 1. April 1905 wurde Untertürkheim nach Stuttgart eingemeindet. Um Wohnraum zu schaffen, gründeten zu Beginn des 20. Jahrhunderts Arbeiter der Firma Daimler-Benz den Stadtteil Luginsland. Im Laufe der Zeit wurden weitere idyllisch gelegene Wohnviertel gebaut, die erfolgreich verhinderten, dass Untertürkheim sich zu einem reinen Industriegebiet entwickelte. Heute leben in Untertürkheim 16.500 Einwohner auf einer Fläche von 605,5 Hektar. Im Gegensatz zur Flößerei ist man in Untertürkheim dem Weinbau treu geblieben. Schon seit dem 8. Jahrhundert wird in Untertürkheim Weinbau betrieben. Im Mittelalter hatten zahlreiche Klöster Weingüter in Untertürkheim. Mönch Berthold von Zwiefalten nannte 1138 die Gegend von Türkheim "das beste Mark des Landes". Bis heute ist Untertürkheim in seinem Kern ein Weingärtnerort geblieben. Die beiden sehr erfolgreichen Weingärtnergenossenschaften in Rotenberg und Untertürkheim haben sich dem umweltschonenden Weinbau verschrieben. Die Weinlagen Altenberg, Mönchberg und Schloßberg sind weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt. Viele Besenwirtschaften, Weingüter und die beiden Weingärtnergenossenschaften laden zu einem Besuch dieser Weinkulturlandschaft ein. Beliebtes Ausflugsziel ist der Stadtteil Rotenberg. Hier stand einstmals die Stammburg der Grafen von Württemberg. Die heute noch zu besichtigende Grabkapelle ließ König Wilhelm I. 1820 für seine früh verstorbene Gemahlin Katharina errichten. Später wurden auch der König und seine Tochter Maria hier beigesetzt.
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Enders Gisela Prof. Dr. med. u. Kollegen
Rosenbergstr. 85, Stuttgart
70193, Stuttgart
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Stuttgart Stuttgart ist die Landeshauptstadt des deutschen Landes Baden-Württemberg und mit rund 600.000 Einwohnern dessen größte Stadt. Im schwäbischen Dialekt wird die Stadt auch Schtuagerd genannt. Sie ist die sechstgrößte Stadt Deutschlands und bildet mit rund 2,7 Millionen Einwohnern in der Region Stuttgart (nach dem Ruhrgebiet und Berlin) die drittgrößte Stadtregion der Bundesrepublik Deutschland. Als Sitz der baden-württembergischen Landesregierung sowie des Landtags und zahlreicher Landesbehörden ist Stuttgart das politische Zentrum des Landes (siehe Liste der Behörden und Einrichtungen in Stuttgart). Das Stadtbild wird durch viele Anhöhen, Täler und Grünanlagen geprägt. Stuttgart hat den Status eines Stadtkreises und ist Sitz des Regierungspräsidiums Stuttgart, das den Regierungsbezirk Stuttgart verwaltet. Außerdem tagt hier das Regionalparlament der Region Stuttgart, eine von drei Regionen im Regierungsbezirk Stuttgart. Stuttgart liegt im Zentrum des Landes Baden-Württemberg. Die Kernstadt befindet sich „zwischen Wald und Reben“ im sogenannten „Stuttgarter Kessel“, einer Talerweiterung des (inzwischen meist überwölbten), in den Neckar mündenden Nesenbaches und seiner Nebenbäche. Die Stadtteile reichen im Norden bis in das Neckarbecken, im Westen bis in den Glemswald und auf das Gäu, im Osten bis zu den Ausläufern des Schurwaldes und im Süden bis zur Filderebene und den Ausläufern des Schönbuchs. Im Südosten fließt der Neckar bei den Stadtbezirken Hedelfingen/Obertürkheim von Esslingen am Neckar kommend in das Stadtgebiet und verlässt es im Stadtbezirk Mühlhausen im Nordosten wieder. Das Stadtgebiet erstreckt sich über eine Höhendifferenz von fast 350m, was eine Besonderheit unter den Großstädten darstellt: die Höhe reicht von 207 m ü. NN bei der Neckarschleuse Hofen bis 549 m auf der Bernhartshöhe nahe dem Autobahnkreuz Stuttgart. Zu den markantesten Erhebungen gehören der Birkenkopf (511 m) am Rand des Talkessels, der Württemberg (411 m) über dem Neckartal und der Grüne Heiner (DE) (395 m) an der nordwestlichen Stadtgrenze. Das Stadtgebiet der Landeshauptstadt Stuttgart ist verwaltungsmäßig in fünf „innere“ und 18 „äußere“ Stadtbezirke aufgeteilt. Die Stadtbezirke haben einen Bezirksbeirat und einen Bezirksvorsteher, der in den inneren Stadtbezirken nur ehrenamtlich tätig ist. Die Stadtbezirke gliedern sich weiter in Stadtteile. Die Zahl der Stadtteile wurde durch die Änderung der Hauptsatzung vom 1. Juli 2007 und 1. Januar 2009 vergrößert. Seitdem besteht das Stadtgebiet von Stuttgart aus 23 Stadtbezirken und 152 Stadtteilen.