Botnang Botnang umfasst 213,5 Hektar Fläche und zählt 13.590 Einwohner. Erstmals erschien der Name im Jahr 1075 auf einer Urkunde. Der Ort gehörte kirchlich bis 1483, politisch bis ins Jahr 1631 zu Feuerbach. An der Stelle der heutigen Auferstehungskirche befand sich über Jahrhunderte hinweg eine alte Ortskirche (erbaut um 1450, ausgebaut 1754). Im zweiten Weltkrieg wurde das namenlose Gotteshaus völlig zerstört, 1955 baute man aus den Ruinen die Auferstehungskirche. Die wirtschaftliche Grundlage des Ortes bildeten über viele Jahrhunderte hinweg die Landwirtschaft, der Weinbau, das Handwerk und das Bleicher- und Wäschereigewerbe. Von etwa 1890 an war Botnang zudem Standort zahlreicher Gärtnereibetriebe 1914 fuhr die Straßenbahnlinie 18 erstmals von Stuttgart nach Botnang. 1921 gelang der Musterriege (Rasenkraftsport) des ASV Botnang mit einem Europameistertitel der bislang größte sportliche Erfolg einer Botnanger Vereinsmannschaft. Am 1. April 1922 wurde Botnang eingemeindet. Von 1967 bis 1973 und von 1978 bis 1990 wurden die großen Neubaugebiete des Ortes erschlossen. Obwohl das Wappen einen Eber zeigt, ist das eigentliche Wahrzeichen Botnangs der Kuckuck. Die Legende erzählt, dass der Herzog von Württemberg einen Kuckuck rufen hörte und sich daraufhin wünschte, die Botnanger mögen ihm das Nest dieses Vogels beschaffen. Er wusste wohl, dass das Nest des Kuckucks der ganze Wald ist, und so mussten ihm die Botnanger die Wälder rings um den Ort abtreten. Auch heute noch ist Botnang von Wald umgeben und ein beliebtes Naherholungsgebiet.
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Stuttgart ist die Landeshauptstadt des deutschen Landes Baden-Württemberg und mit rund 600.000 Einwohnern dessen größte Stadt. Im schwäbischen Dialekt wird die Stadt auch Schtuagerd genannt. Sie ist die sechstgrößte Stadt Deutschlands und bildet mit rund 2,7 Millionen Einwohnern in der Region Stuttgart (nach dem Ruhrgebiet und Berlin) die drittgrößte Stadtregion der Bundesrepublik Deutschland. Als Sitz der baden-württembergischen Landesregierung sowie des Landtags und zahlreicher Landesbehörden ist Stuttgart das politische Zentrum des Landes (siehe Liste der Behörden und Einrichtungen in Stuttgart). Das Stadtbild wird durch viele Anhöhen, Täler und Grünanlagen geprägt. Stuttgart hat den Status eines Stadtkreises und ist Sitz des Regierungspräsidiums Stuttgart, das den Regierungsbezirk Stuttgart verwaltet. Außerdem tagt hier das Regionalparlament der Region Stuttgart, eine von drei Regionen im Regierungsbezirk Stuttgart. Stuttgart liegt im Zentrum des Landes Baden-Württemberg. Die Kernstadt befindet sich „zwischen Wald und Reben“ im sogenannten „Stuttgarter Kessel“, einer Talerweiterung des (inzwischen meist überwölbten), in den Neckar mündenden Nesenbaches und seiner Nebenbäche. Die Stadtteile reichen im Norden bis in das Neckarbecken, im Westen bis in den Glemswald und auf das Gäu, im Osten bis zu den Ausläufern des Schurwaldes und im Süden bis zur Filderebene und den Ausläufern des Schönbuchs. Im Südosten fließt der Neckar bei den Stadtbezirken Hedelfingen/Obertürkheim von Esslingen am Neckar kommend in das Stadtgebiet und verlässt es im Stadtbezirk Mühlhausen im Nordosten wieder. Das Stadtgebiet erstreckt sich über eine Höhendifferenz von fast 350m, was eine Besonderheit unter den Großstädten darstellt: die Höhe reicht von 207 m ü. NN bei der Neckarschleuse Hofen bis 549 m auf der Bernhartshöhe nahe dem Autobahnkreuz Stuttgart. Zu den markantesten Erhebungen gehören der Birkenkopf (511 m) am Rand des Talkessels, der Württemberg (411 m) über dem Neckartal und der Grüne Heiner (DE) (395 m) an der nordwestlichen Stadtgrenze. Das Stadtgebiet der Landeshauptstadt Stuttgart ist verwaltungsmäßig in fünf „innere“ und 18 „äußere“ Stadtbezirke aufgeteilt. Die Stadtbezirke haben einen Bezirksbeirat und einen Bezirksvorsteher, der in den inneren Stadtbezirken nur ehrenamtlich tätig ist. Die Stadtbezirke gliedern sich weiter in Stadtteile. Die Zahl der Stadtteile wurde durch die Änderung der Hauptsatzung vom 1. Juli 2007 und 1. Januar 2009 vergrößert. Seitdem besteht das Stadtgebiet von Stuttgart aus 23 Stadtbezirken und 152 Stadtteilen.